Abitudine bedeutet auf Italienisch „Gewohnheit“ – und genau so ist dieser Blend gedacht: als Espresso, der morgens, nach dem Essen oder im Cappuccino zuverlässig funktioniert, ohne langweilig zu werden.
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Warum dieser Kaffee interessant ist
Der Blend kombiniert 70 % Arabica mit 30 % Canephora/Robusta. Brasilien aus Cerrado Mineiro liefert Rundheit, Kolumbien aus Huila bringt Klarheit und Struktur, gewaschener Nganda Canephora aus Ruanda gibt Körper. Sensorisch beschreibt PINO den Kaffee mit dunkler Schokolade, gerösteter Mandel und braunem Zucker. Diese Noten sind natürliche Geschmackseindrücke der gerösteten Bohnen, keine zugesetzten Aromen.
Bei Kaffee sind Geschmacksnoten wie Schokolade, Mandel, Rosine, Toffee oder Aprikose keine zugesetzten Aromen. Sie beschreiben sensorische Eindrücke, die aus Rohkaffee, Herkunft, Aufbereitung, Röstung und Extraktion entstehen. Genau deshalb kann dieselbe Bohne auf zwei unterschiedlichen Setups deutlich anders wirken.
Zubereitung in der Praxis
Im Siebträger ist ein Verhältnis von etwa 1:2 ein guter Startpunkt – beispielsweise 18 g Kaffee zu rund 36 g Espresso. Von dort aus solltest du ausschließlich nach Geschmack anpassen. Wirkt die Tasse zu spitz oder dünn, kannst du etwas feiner mahlen oder die Extraktion verlängern. Wirkt sie trocken und bitter, hilft oft eine kürzere Ausbeute oder ein gröberer Mahlgrad.
Unser wichtigster Tipp lautet: Verändere immer nur einen Parameter gleichzeitig. Halte Dosis und Ausbeute konstant, wenn du den Mahlgrad testest. Ändere erst danach Ratio oder Temperatur. So lernst du deutlich schneller, warum ein Kaffee süßer, klarer, bitterer oder dünner wird.
Für wen passt dieser PINO-Kaffee?
Abitudine ist besonders stark, wenn du Espresso mit Körper magst oder häufig Cappuccino und Flat White trinkst. Der 30-%-Canephora-Anteil gibt dem Blend genug Struktur, um auch gegen Milch präsent zu bleiben.
Frische, Lagerung und Mahlgrad
Alle PINO-Kaffees bei BaristaYOU werden als ganze Bohne angeboten. Mahle möglichst erst direkt vor der Zubereitung. Lagere den Beutel gut verschlossen, trocken sowie geschützt vor Wärme und direktem Licht. Für Espresso brauchst du einen deutlich feineren Mahlgrad als für Filter oder French Press; ein einmal gefundener Mahlgrad kann sich außerdem mit Bohnenalter, Luftfeuchtigkeit und Dosis leicht verschieben.
PINO Roastery und BaristaYOU
Hinter PINO Roastery steht Giuseppe Grossi in Barbing bei Regensburg. Seine Rösterei verbindet italienische Kaffeekultur mit sorgfältig ausgewählten Herkünften und kleinen Chargen. Uns bei BaristaYOU verbindet mit Pino die Idee, dass eine gute Maschine nur dann wirklich Freude macht, wenn auch die Bohne dazu passt. Deshalb wollen wir nicht einfach Kaffee verkaufen, sondern dir helfen, Herkunft, Rezept und Geschmack nachvollziehbar zusammenzubringen.
Häufige Frage: Ist 70/30 automatisch bitterer als 100 % Arabica?
Nein. Der Anteil der Arten allein entscheidet nicht über Bitterkeit. Röstung, Rohkaffeequalität, Mahlgrad, Temperatur und Extraktion bestimmen gemeinsam, wie süß, bitter oder trocken der Espresso schmeckt.
Fazit
PINO Abitudine im Test: 70/30 Espresso für kräftige, schokoladige Tassen ist dann besonders spannend, wenn du den Kaffee nicht nur als Produkt, sondern als Teil deines gesamten Workflows betrachtest. Mühle, Wasser, Dosis, Rezept und Zubereitung entscheiden mit darüber, was am Ende in der Tasse landet. Mit einer reproduzierbaren Vorgehensweise kannst du die charakteristischen Seiten der jeweiligen PINO-Bohne deutlich besser herausarbeiten.
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